ADR Tunnelvorschriften: gefahrlos durch den Tunnel – Ratgeber für Fahrer

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Tunnelvorschriften, Verhalten im Tunnel

Ratgeber für Chauffeure (Berufskraftfahrer): die ADR Tunnelvorschriften

Für Tunnel existieren die sogenannten ADR Tunnelvorschriften, die in grossen Teilen europaweit einheitlich geregelt sind. Es gibt aber Sonderbestimmungen unter anderem für Deutschland und Österreich, auf die wir in diesem Beitrag verweisen. Berufskraftfahrer und Spediteure sollten diese Vorschriften vor allem dann kennen, wenn sie gefährliche Güter transportieren. Ein Gefahrgutbeauftragter im Unternehmen achtet auf die entsprechende Kennzeichnung der Ladung und der Fahrzeuge. Wenn in Ihrer Firma kein Gefahrgutbeauftragter bestellt ist, können wir Ihnen einen stellen. Wir informieren Sie im Rahmen unserer Transportberatung auch gern zu Details der ADR Tunnelvorschriften.

Allgemeines zu den ADR Tunnelvorschriften

Die Vorschriften legen zunächst allgemein fest, wie sich Berufskraftfahrer vor dem Tunnel, im Tunnel und insbesondere bei Gefahren im Tunnel (Feuer oder eigene Panne/Brand) verhalten sollen. Hier die eingängigen Vorschriften und Hinweise:

Verhalten vor dem Tunnel:Verhalten im Tunnel:Stau im Tunnel:Feuer im Tunnel:Verhalten im Tunnel bei eigener Panne oder Brand am eigenen Fahrzeug:Die ADR Tunnelvorschriften

  • Verhalten vor dem Tunnel: Vergewissern Sie sich, dass durch überhitzte Bremsen, Defekte oder eine zu hohe Motortemperatur keine Probleme entstehen können. Sie sollten Ihre Ladung und die Höhe Ihres Fahrzeuges kennen. Wenn Sie einen längeren Tunnel durchfahren, müssen Sie ausreichend betankt sein. Passen Sie Ihren Fahrstil an und halten Sie sich an die signalisierte Höchstgeschwindigkeit, schalten Sie das Abblendlicht ein und beachten Sie im Winter das Risiko von Glatteis im, vor und nach der Tunneldurchfahrt. Zirkulierende Luft lässt in der Tunnelumgebung die Belagstemperatur abkühlen. Beachten Sie, dass sich Ihre Augen an das veränderte Licht im Tunnel anpassen müssen. Hören Sie Ihr Radio per System RDS ab.
  • Verhalten im Tunnel: Halten Sie im Tunnel unbedingt die vorgeschriebene Distanz (für Lastwagen mindestens 100 m) ein. Lassen Sie sich nicht ablenken, fahren Sie im Tunnel nicht rückwärts und wenden Sie auf gar keinen Fall. Stellen Sie Ihre Lüftung auf Umluft und rauchen Sie nicht während der Tunneldurchfahrt.
  • Stau im Tunnel: Schalten Sie die Warnblinklichter ein und fahren Sie für die Rettungsgasse so weit wie möglich nach rechts. Halten Sie einen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug von 20 – 50 ein und schalten Sie den Motor ab. Verfolgen Sie die Verkehrsinformationen im Radio. Verlassen Sie Ihr Fahrzeug nur auf eine polizeiliche Anordnung und lassen Sie dann den Zündschlüssel stecken.
  • Feuer im Tunnel: Stellen Sie Ihren Motor ab und lassen Sie den Zündschlüssel stecken. Verlassen Sie unverzüglich Ihr Fahrzeug und bringen Sie sich in Sicherheit – es zählt jede Sekunde! Bleiben Sie ruhig und folgen Sie den Angaben von Hinweistafeln und/oder gehen Sie entlang der Tunnelwand zum nächsten Notausgang oder Schutzraum.
  • Verhalten im Tunnel bei eigener Panne oder Brand am eigenen Fahrzeug: Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und versuchen Sie möglichst, aus dem Tunnel zu fahren. Wenn das unmöglich ist, fahren Sie rechts heran, stellen Sie den Motor ab und lassen Sie den Zündschlüssel stecken. Benachrichtigen Sie umgehend über die nächste Notrufsäule die Polizei. Pfeile weisen Ihnen die Richtung dorthin. Unternehmen Sie dann Löschversuche mit Ihrem eigenen Feuerlöscher oder einem Gerät, das Sie in einer Schutznische finden. Wenn das nicht gelingt, suchen Sie den Notausgang oder einen Schutzraum.

Das ADR ist das “Accord européen relatif-au transport international-des marchandises Dangereuses-par Route”, also das Europäische Übereinkommen über-die internationale Beförderung gefährlicher-Güter auf der Strasse”. Schon seit dem 01.01.2007 gibt es im ADR Strassentunnelbeschränkungen für Fahrzeuge mit gefährlichen Gütern. Solche Beschränkungen gab es auch vorher schon, doch mit der ADR-Fassung vom 1. Januar 2007 wurde der bislang in nationale Kompetenzen fallende Regelungsbereich auf internationaler Ebene standardisiert. Die unterschiedlichen nationalen Regelungen von ADR-Mitgliedstaaten entfielen nach einer Übergangsphase ab dem 01.01.2010 endgültig. Ab diesem Datum erliessen einige ADR-Staaten zusätzliche Beschränkungen und Kennzeichnungspflichten für ihr Territorium, die unter anderem die Durchfahrt durch bestimmte nationale Tunnel regeln. Die ADR Tunnelregelung schreibt den zuständigen Behörden von ADR-Vertragsstaaten vor, ihre Strassentunnel in eine der festgelegten ADR Tunnelkategorien einzuordnen. Gleichzeitig sind gefährliche Güter beim Transport mit einem Tunnelbeschränkungscode zu kennzeichnen. Der Beförderer ist für die Zuordnung zuständig. Dieser Tunnelbeschränkungscode ermöglicht die Feststellung, durch welche Tunnelkategorie ein gefährliches Gut transportiert werden darf. Die Zuordnung ist komplex, wir geben sie an dieser Stelle auszugsweise wieder und verweisen im Übrigen auf unsere Transportberatung.

Tunnelkategorien und Tunnelbeschränkungscodes

Es wurden im ADR fünf Tunnelkategorien eingeführt. Diese Einteilung folgt der Annahme, dass es in einem Tunnel drei Hauptgefahren gibt: Explosionen, Brände und Freiwerden giftiger Gase bzw. flüchtig vergasender giftiger Flüssigkeiten. Die fünf Tunnelkategorien sind:

  • Kategorie A: Durchfahrt mit allen Gefahrgütern erlaubt
  • Kategorie B: Beschränkungen für explosive Güter
  • Kategorie C: Beschränkungen für explosive und giftige Güter
  • Kategorie D: Beschränkungen für explosive, giftige und schnell entflammbare Güter
  • Kategorie E: Beschränkungen für alle gefährlichen Güter, ausgenommen die UN-Nummern 3373, 2919, 3291, 3359 und 3331

Beachten Sie bitte, dass wir an dieser Stelle für die bessere Übersicht das Gesetz nicht im Wortlaut wiedergeben. Es unterscheidet unter anderem zwischen “sehr grossen” und lediglich “grossen” Explosionen. Das System der Tunnelbeschränkungscodes wollen wir beispielhaft an einigen Codes erläutern. Jeder Code zeigt die Durchfahrtmöglichkeit für bestimmte Gefahrgüter durch bestimmte Tunnel an. Beispiele wären:

  • Tunnelbeschränkungscode B darf nicht durch Tunnel der Kategorien von B bis E fahren.
  • Tunnelbeschränkungscode B1000C darf nicht durch Tunnel der Kategorien von C bis E fahren, durch die Tunnelkategorie B dann nicht, wenn die Nettoexplosivmasse pro Beförderungseinheit 1.000 kg übersteigt.
  • Tunnelbeschränkungscode C5000D darf nicht durch Tunnel der Kategorien D und E fahren, durch die Tunnelkategorie D dann nicht, wenn die Nettoexplosivmasse pro Beförderungseinheit 5.000 kg übersteigt.
  • Tunnelbeschränkungscode C/D darf nicht durch Tunnel der Kategorien D und E fahren, durch die Tunnelkategorie C dann nicht, wenn die Beförderung im Tank erfolgt.

Es gibt insgesamt 11 Tunnelbeschränkungscodes.

Signalisation der Tunnelbeschränkungen

Die ADR Vertragsstaaten einigten sich für die Neufassung der ADR Tunnelvorschriften auf eine Signalisation mit Strassenverkehrszeichen und Zusatztafeln für die Tunnel und die Alternativstrecken, welche Fahrzeuge mit gefährlichen Gütern nutzen können.

Gefahrgut-Tunnelvorschriften-ADR-Tunnelsignalisation-Gefahrgutberatung

Die Zeichen sind:

  • C, 3h: Durchfahrverbot für Fahrzeuge mit einer gefährlichen Ladung
  • D, 10a, 10b, 10c: Signale für die vorgeschriebene Fahrtrichtung, um Ausweichrouten zu nehmen (letzte Umfahrungsmöglichkeit)

Die Tunnelkategorie wird entsprechend mit A bis E auf einer Tafel ausgeschildert.

Vorschriften für die Schweiz

Erlaubte Befahrung von kategorisierten Tunneln

Alle Gefahrgut-Transporte mit
 freigestellten Mengen (Excepted Quantities)
 begrenzten Mengen (Limited Quantities, LQ) bis 8 Tonnen
 Freistellungen nach 1.1.3 ADR wie Transporte innerhalb der Freigrenze bis maximal 1000 Punkten
unterliegen nicht den Tunnelbeschränkungen. Der Chauffeur kann sämtliche Strassentunnel, auch solche der
Tunnelkategorien B – E uneingeschränkt durchfahren.

Beförderung von begrenzten Mengen (Limited Quantities, LQ) über 8 Tonnen

Bei Beförderung von LQ von über 8 Tonnen in einer Beförderungseinheit mit  einer höchstzulässigen Gesamtmasse von über 12 Tonnen dürfen Tunnel der Kategorie E nicht befahren.

Strassenstrecken mit Tunnel Schweiz

KantonNationalstrasse = N Kantonsstrasse = KS TunnelTunnelkategorie (1.9.5.2 ADR)
UR-TIN2Göschenen - AiroloSt. GotthardE
GRN13Thusis – TessinSan BernardinoE
TGKSFrauenfeldKreisel Bahnhof E
FrauenfeldE
TIKSBellinzona – BrissagoMappo / MorrenttinaE
TIKSLuganoVedeggio – CassarateE
VD KSCrissier Galerie du MarcoletE
VS / ItalienKSMartigny - AostaGrosser St. Bernhard E

Vorschriften für Deutschland

Deutschland ändert an den ADR Vorschriften nichts bis auf die Kennzeichnung von Tunneln lediglich mit B bis E (A entfällt, keine Kennzeichnung bedeutet Kategorie A). Die Kategorien B bis E werden auf Zusatztafeln zu dem deutschen Verkehrszeichen 261 ausgewiesen. Für die Kategorisierung und Kennzeichnung der deutschen Tunnel sind die deutschen Bundesländer zuständig.

Bezeichnung der Straße und/oder des TunnelsStreckenkilometer und ggf. OrtslageTunnelkategorieBemerkungen
und ggf. Zeitfenster
Baden-Württemberg
B 38 - SaukopftunnelWeinheimEUmleitung über B 3, L 3408 in Richtung Birkenau
B 312 - Bereich Flughafen StuttgartNetzknotenEunter Start- und Landebahn Flughafen Stuttgart
7321 078 nach 7321 075 
0+195 bis 0+704
Gemeindestraße - SchlossbergtunnelHeidelbergEUmleitung über Adenauer-platz - Sofienstraße - Neckarstaden (B 37)
B 10 – "Westringtunnel" UlmNetzknoten/StationierungE
063/0.000 – 060/0.609; 0.000 – 061/0.294
Bayern
Pferseer Unterführung Augsburg ZentrumB 
Berlin
A 113km 10,193 - 10,493B 
Berlin, Bezirk Treptow-Köpenick, Gemarkung Glienicke
A 113km 11,183 - 12,083B 
Berlin, Bezirk Treptow-Köpenick, Gemarkung Glienicke
BAB A 100 (AS Schmargendorf)km 1,4 - 1,931 zwischen den Ein- und Ausfahrten Mecklenburgische Straße und SchildhornstraßeE
Brandenburg
Keine Angabe   
Bremen
Keine Angabe   
Hamburg
WallringtunnelHamburg-AltstadtE 
Tunnel AlsterkrugchausseeHamburg, Knoten Alsterkrugchaussee / SengelmannstraßeE von 06.00 bis 21.00 Uhr, C in der übrigen Zeit 
CCH-TunnelHamburg, Vorfahrtsbauwerk am Congress-Centrum-HamburgE 
A 7 - ElbtunnelHamburgE von 05.00 bis 23.00 Uhr, C in der übrigen Zeit 
KrohnstiegtunnelHamburg-NiendorfE von 06.00 bis 21.00 Uhr, C in der übrigen Zeit 
Hessen
Keine Angabe   
Mecklenburg-Vorpommern
Keine Angabe   
Niedersachsen
A 39 - Galerien Lindenberg und Heidberg-Aufhebung der bisher geltenden Beschränkung für die Durchfahrt ab 06.04.2016
A 38 - Heidkopftunnel Aufhebung der bisher geltenden Beschränkung für die Durchfahrt
A 31 - Emstunnel B 
B 437 - Wesertunnel Aufhebung der bisher geltenden Beschränkung für die Durchfahrt
Nordrhein-Westfalen
A 1 - Einhausung/Tunnel Köln-LövenichKöln-LövenichAufhebung der bisher geltenden Beschränkung für die Durchfahrt
B 9 - Tunnel Bad GodesbergBonn-Bad GodesbergE
B 55a -Tunnel GrenzstraßeKöln-BuchforstE ab 31. Kw 2013 bis Sanierungs-ende 2017Geschwindigkeitsreduzierung im Tunnel auf 50 km/h und Verbot der Durchfahrt des Tunnels für den Schwer-lastverkehr (ab 7,5 t).
B 61n - Streckenabschnitt 99.1 WeserauentunnelB 61, Abschnitt 99,1, von Station 177 bis Station 1910 / Porta Westfalica - BarkhausenEKategorisiert seit 21.04.2011
Rheinland-Pfalz
Keine Beschränkungen   
Saarland
Keine Beschränkungen  
Sachsen
Keine Beschränkungen  
Sachsen-Anhalt
Keine Beschränkungen   
Schleswig-Holstein
Keine Angabe   
Thüringen
A 71 - Tunnel Alte Burgkm 112,3 - 113,2E 
A 71 - Tunnel Rennsteigkm 114,8 - 122,7E 
A 71 - Tunnel Hochwaldkm 123,6 - 124,3E 
A 71 - Tunnel Berg Bockkm 126,4 - 129,0E 

Beschränkungen und Sondervorschriften für Österreich

Die österreichische Regierung hat mit Wirkung ab dem 01.01.2010 eine Notifikation zur ADR von besonderen betrieblichen Massnahmen erlassen, mit denen Risiken bei Tunneldurchfahrten in Österreich minimiert werden können. Diese basieren auf der österreichischen StVO und berühren die standardisierten ADR-Vorschriften nicht. Beförderungen nach 1.1.3.6 ADR sind ausdrücklich ausgenommen. Es gibt Beschränkungen auf Autobahnen und damit auch beim Durchfahren von Autobahntunneln, unter anderem ist die orangefarbene Kennzeichnung von Beförderungseinheiten mit besonders hohem Risiko plus Gefahrennummer vorgeschrieben. Die Nummer ist eine Ziffern-Buchstaben-Kombination wie etwa X423. Des Weiteren schreibt Österreich eine gelbrot leuchtende Warnlampe vor, die vor der Tunneleinfahrt einzuschalten ist. Gefahrguttransporte brauchen ein Begleitfahrzeug, auch dieses muss diese gelbrote Warnlampe tragen. Im Begleitfahrzeug müssen die erforderlichen Papiere zum Gefahrgut vorliegen, ein Begleiter muss die ADR–Schulungsbescheinigung vorweisen.

 Beschränkungen auf Autobahnen AT 

Diese Beschränkungen beruhen auf der Verordnung der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie über Beschränkungen für Beförderungseinheiten mit gefährlichen Gütern beim Befahren von Autobahntunneln, BGBl. II Nr. 395/2001

Beförderungseinheiten mit hohem Risiko 

sind mit orangefarbener Tafel zu kennzeichnende, deren Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr aufweist: – eine „2“ als erste Ziffer (z.B. 20, 225 oder 23) oder

–         eine Verdopplung der Ziffern „3“, „4“, „5“, „6“ oder „8“ (z.B.  33, 333, 336 oder 44) oder – den vorangestellten Buchstaben „X“ (z.B. X423).

 

Arten der Bedingungen

  • An den Beförderungseinheiten ist mindestens eine Warnlampe mit gelbrotem Licht anzubringen. Diese ist vor der Einfahrt einzuschalten und jeweils auf der gesamten Strecke zu betreiben.
  • Die Beförderungseinheiten sind durch mindestens ein Begleitfahrzeug zu begleiten. Während des Begleitens muss auch das Begleitfahrzeug eine gelbrote Warnlampe betreiben. Bei dem Fahrpersonal des Begleitfahrzeugs müssen Angaben aus dem (den) Beförderungspapier(en) über die ADR – Einstufung der beförderten Güter und deren Menge Mindestens ein Mitglied des Fahrpersonals muss eine ADR – Bescheinigung über die Schulung der Lenker besitzen.
TunnelstreckeBundeslandbetroffene BeförderungseinheitenBedingungen (Erläuterungen s. o.)Begleitdienste
A 2Steiermarkalle 1-
Herzogberg
(1956m / 2007m)
A 2Steiermarkalle1-
Mitterberg
(1142m / 1134m)
A 2Steiermark + Kärntenalle1-
Kalcherkogel
(1993m / 1968m)
A 2Kärntenalle1-
Gräbern
(2144m / 2145m)
A 2Kärntenalle1-
Ehrentalerberg
(3330m / 3345m)
A 2Kärntenalle1-
Falkenberg
(1090m / 1170m)
A 7Oberösterreichalle1-
Bindermichl
(1071m / 1073 m)
A 8Oberösterreichalle1-
Steinhaus
(2334m / 2720m)
A 8Oberösterreichalle1-
Noitzmühle
(1610m / 1610m)
A 9Oberösterreichalle1-
Ottsdorf Überdeckung (1944m / 1944m)
A 9Oberösterreichalle1-
Kienberg
(1453m / 1454m)
A 9Oberösterreichalle1-
Klaus
(2192m)
A 9Oberösterreichalle1-
Spering
(2862m)
A 9Oberösterreichalle1-
Lainberg
(2278m / 2208m)
A 9Oberösterreich + Steiermarkalle1-
Bosruck
(5500m)
mit hohem Risiko (Erläuterungen s. o.)1 + 2Willibert KERBL
A-4572 St. Pankraz
Tel. (+43)(0)7565313-0
A 9Steiermarkalle1-
Selzthal
(1010m / 958m)
 
TunnelstreckeBundeslandbetroffene BeförderungseinheitenBedingungen (Erläuterungen s. o.)Begleitdienste
A 9Steiermarkalle1-
Wald
(2980m / 2925m)
A 9Steiermarkalle1-
Gleinalm
(8320m)
mit hohem Risiko1 + 2siehe A 9 Plabutsch
A 9Steiermarkalle1-
Schartnerkogel
(1235m / 1167m)
A 9Steiermarkalle1-
Plabutsch
(9755m / 10085m)
mit hohem Risiko1 + 2Franz REICHENBRUGGER
A-8570 Voitsberg
Tel. (+43)(0)3142/25736
A 10Salzburgalle1-
Ofenauer
(1385m / 1320m)
A 10Salzburgalle1-
Hiefler
(2004m / 1986m)
A 10Salzburgalle1-
Tauern
(6401m / 6546m in Bau)
Anm.: RV ab 2011[1]
mit hohem Risiko1 + 2siehe Liste im Anhang 1
A 10Salzburg + Kärntenalle1-
Katschberg
(5440m / 5418m)
mit hohem Risiko1 + 2siehe Liste im Anhang 1
A 10Kärntenalle1-
Oswaldiberg
(4307m / 4297m)
A 11Kärntenalle1-
Karawanken
(7865m)[2]
mit hohem Risiko1 + 2Mautstelle kontaktieren
A 12Tirolalle1-
Mils
(1926m / 1598m)
A 12Tirolalle1-
Roppen
(5127m / 5100m in Bau)
Anm: RV ab 2010
mit hohem Risiko1 + 2siehe Liste im Anhang 2
A 12Tirolalle1-
Landeck
(6955m)
mit hohem Risiko1 + 2siehe Liste im Anhang 2
A 14Vorarlbergalle1-
Amberg
(2978m / 2967m)
A 14 CityVorarlbergalle1-
(1311m)
A 14Vorarlbergalle1-
Pfänder
(6718m / 6700m in Bau)
Anm: RV ab 2012
mit hohem Risiko1 + 2siehe Liste im Anhang 3
A 22Wienalle1-
Kaisermühlen
(2150m / 2150m)
S 1Niederösterreichalle1-
Rannersdorf
(1880m / 1880m)
S 1Niederösterreichalle1-
Tradenberg
(2424m / 2458 m)
TunnelstreckeBundeslandbetroffene BeförderungseinheitenBedingungen (Erläuterungen s. o.)Begleitdienste
S 1Niederösterreichalle1-
Stetten
(2205m / 2205m)
S 1Niederösterreichalle1-
Kreuzenstein
(1465m / 1465m)
S 6Steiermarkalle1-
Semmering
(3414m / 3489m)
S 6Steiermarkalle1-
Steinhaus
(1873m / 1803m)
S 6Steiermarkalle1-
Spital
(2597m / 2514m)
S 6Steiermarkalle1-
Tanzenberg
(2446m / 2384m)
S 6Steiermarkalle1-
Bruck
(1228m / 1208m)
S 6Steiermarkalle1-
Niklasdorf
(1345m / 1232m)

[1] Dieser Tunnel liegt auf den Hoheitsgebieten von Österreich und Slowenien. Grundlage für die Beschränkungen ist die am 24. April 2003 geschlossene Vereinbarung zwischen dem Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie der Republik Österreich und dem Ministerium für Verkehr der Republik Slowenien über die Beförderung gefährlicher Güter durch den Karawankenstraßentunnel (BGBl. III Nr. 59/2003, Text siehe http://www.ris.bka.gv.at/Bundesrecht).

Beschränkungen auf sonstigen Straßen

Diese Beschränkungen beruhen auf in der Spalte „Rechtsquellen„ angeführten Verordnungen der Landesregierungen bzw. Bezirksverwaltungsbehörden.

Beförderungseinheiten mit hohem Risiko

sind mit orangefarbenen Tafeln zu kennzeichnende, deren Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr aufweist: –       eine „2“ als erste Ziffer (z.B. 20 oder 23) oder

– eine Verdopplung der Ziffern „2“ bis „8“ (z.B.  33 oder 44) oder – den vorangestellten Buchstaben „X“.

Arten der Bedingungen

  • An den Beförderungseinheiten ist mindestens eine Warnlampe mit gelbrotem Licht anzubringen. Diese ist vor der Einfahrt einzuschalten und jeweils auf der gesamten Strecke zu betreiben.
  • Die Lenker der Beförderungseinheiten müssen der Tunnelaufsicht die ADR – Einstufung der beförderten Güter und deren Menge aus den Beförderungspapieren mitteilen.
  • Die Beförderungseinheiten sind durch mindestens ein Begleitfahrzeug zu begleiten. Während des Begleitens muss auch das Begleitfahrzeug eine gelbrote Warnlampe
  • Die Lenker müssen von der Tunnelaufsicht Erlaubnis zur Durchfahrt
  • Die Lenker müssen zum vorausfahrenden Fahrzeug einen Mindestabstand
TunnelstreckeBundeslandbetroffene BeförderungseinheitenBedingungen (Erläuterungen s. o.)RechtsquelleBegleitdienste
S 6Steiermarkalle3BH Mürzzuschlag-
Ganzstein10.4.2002,
(2100m / 2135m)(11.0-89-99)
S 16Tirolalle3BH Landeck-
Strenger19.12.2005,
(5775m / 5851m)3-15905
S 16Tirolalle3BH Landeck-
Perjen28.1.2002,
(2993m)3-14870
S 16Tirolalle3BH Landeck-
Pians / Quadratsch28.1.2002,
(1535m / 1535m)3-14870
S 16Tirol + Vorarlbergmit hohem Risiko3 + 4 + 5 + 6Bote für TirolGerhard KÖLLI,
Arlberg(außer leer, ung.)Nr. 1413/1998 undA-6754 Klösterle,
(13972m)Amtsblatt für das LandTel. s. Anhang 3
Vorarlberg
Nr. 45/1998
sonstige3 + 4-
S 16Vorarlbergalle3BH Bludenz-
Langen9.9.1998,
(2323m / 2090m)III-68/12/98
S 16Vorarlbergalle3BH Bludenz-
Dalaas9.9.1998,
(1810m)III-68/12/98
B 1Oberösterreichalle3 -
Eglsee
(490m)
B 1Salzburgalle3 + 7 (50m)BH Salzburg Umgebung 19.1.2010,-
Henndorf Umfahrungstunnel (2150m)6/367-6605/39-2010
B 108Salzburg +mit hohem Risiko (außer leer, ung.)3 + 4 + 5 + 6Land Salzburg LGBl. Nr. 68/1999Felbertauern Strassen AG, A-9971
FelbertauernTirolMatrei i.O., Tel.
(5334m)(+43)(0)4875880611
sonstige3 + 4Bote für Tirol Nr. 464/1999-
B 115Oberösterreichalle3BH Steyr-Land-
Burg11.9.2003,
(583m)VerkR10-23-2-2001
B 140Oberösterreichalle3 -
Grünburg
(1169m)
B 145Oberösterreichalle3BH Gmunden-
Geisswand17.9.2008,
2120m)VerkR10-5-435-2008 und VerkR10-5-450-
2008
B 145Oberösterreichalle3BH Gmunden-
Franz-Joseph (82m)31.5.1999,
VerkR10-5-1999
B 145Oberösterreichalle3-
Sonnstein I
(412m)
B 145Oberösterreichalle3-
Bartlkreuz – Sonnstein II (1087m)
B 156Salzburgalle3 + 7 (50m)BH SalzburgUmgebung-
Göming7.10. + 29.11.1999,
(240m)6/367-5719/6+8-1999
B 158Oberösterreichalle3BH Gmunden-
Kaiserpark7.8.2009,
(672m)VerkR10-7-31-2009 und VerkR10-7-33-
2009
B 159Salzburgalle3 + 7 (50m)BH Hallein 16.7.1999,-
Pass Lueg6/350-1774/1-1999
(112m)
B 165Salzburgalle3 + 7 (50m)BH Zell a. See-
Umfahrung Wald25.4.2005,
(146m)30608/367-39/313-
2005
B 167Salzburgalle3 + 7 (50m)Land Salzburg-
Gigerach14.7.1999,
(181m)5/04-94/36/83-1999
B 167Salzburgalle3 + 7 (50m)-
Klamm
(1603m)
B 167Salzburgalle3 + 7 (50m)-
Klammstein (105m)
B 169Tirolalle3 + 6BH Schwaz-
Brettfall5.11.1999,
(1336m)226/100-99
B 169Tirolalle3BH Schwaz-
Harpfnerwand (2590m)5.11.1999,
111/204-99
B 170Tirolalle3BH Kitzbühel,-
Kirchberg i. T. Ortsumfahrung, Unterflurtrasse (455m)9.6.1999,
4a-185/14
B 170    
Kitzbühel, Lebenberg (463m)Tirolalle3 -
B 171Tirolalle3BH Kufstein-
Stadtberg5.6.2000,
(624m)IVb-A-289/3-2000
BH Kufstein
22.7.2005,
4c-289/8-2005
B 178Tirolalle3BH Kufstein 14.11.2007,-
Umfahrung Bruckhäusl4c-4/106-2007
B 178Salzburgalle3 + 7 (50m)BH Zell a. See-
Lärchberg25.3.2004,
(1860m)30608/367-31/309-
2004
B 178Salzburgalle3 + 7 (50m) -
Achberg (1510m)
B 179Tirolalle3BH Reutte-
Lermoos11.1.2002,
(3168m)III(c)-32755/12
B 310Oberösterreichalle3BH Freistadt-
Neumarkt8.6.2008,
(1310m)VerkR10-13/5-2008
B 311Salzburgalle3 + 7 (50m)BH Zell a. See-
Unterflurtrasse Kirchham28.4.2004,
(635m)30608/367-64/758-
2004
B 311Salzburgalle3 + 7 (50m)BH St. Johann i. P. 5.11.1999,-
Schönberg6/367-3483/5-1999
(2989m)
B 311Salzburgalle3 + 7 (50m)BH Zell a. See-
Schmitten28.4.2004,
(5109m)30608/367-64/758-
2004
B 311Salzburgalle3 + 7 (50m)-
Trattenbach (419m)
B 311Salzburgalle3 + 7 (50m)BH St. Johann i. P. 29.9.1999,-
Mauth6/367-31/25-1999
(205m)
L 101Salzburgalle3 + 7 (50m)BH SalzburgUmgebung-
Wartstein7.10.+29.11.1999,
(190m)6/367-5719/6+8-1999
L 109Salzburgalle3 + 7 (50m)BH St. Johann i. P. 23.12.1999,-
Alte Wacht6/367-2970/10-1999
(114m)
L 109Salzburgalle3 + 7 (50m)BH St. Johann i. P. 23.12.1999,-
Schappach6/367-2972/1-1999
(302m)
L 197Vorarlbergalle3BH Bludenz-
Passür / Ralegg (1855m)5.10.1998,
III-68/12/98
L 198Vorarlbergalle3BH Bludenz-
Flexengalerien (1400m)5.10.1998,
III-68/12/98
L 200Vorarlbergalle3Vlbg LReg-
Achrain27.6.2008,
(3345m)Ib-124-2005/0004
L 215Salzburgalle3 + 7 (50m)BH Zell a. See-
Schaufelberg18.10.2004,
(367m)30608/367-184/60-
2004
L 330Tirolalle3BH Schwaz-
Brandberg5.11.1999,
(2128m)111/204-99
L 546Oberösterreichalle3BH Gmunden-
St. Wolfgang (233m)16.7.2009,
VerkR10-12-64-2009
L 547Oberösterreichalle3BH Gmunden-
Hallstatt24.11.2009,
(1121m / 1254m)VerkR10-13-1-2009 und VerkR10-13-29-
2009
Tomitzstraßentunnel (193m)OberösterreichalleGeschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/hMagistrat Steyr-
21.3.1990,
VerkR-998/1985

Begleitdienste 

Unter dieser Rubrik angegebene Adressen und Telefonnummern beruhen auf Informationen seitens regionaler Verwaltungen; dies schließt die Begleitung durch andere Dienste nicht aus, sofern diese die Bedingungen der anzuwendenden Vorschriften erfüllen. Informationen über Änderungen bei den Angaben bitte an e-mail sabine.mach@bmvit.gv.at senden.

Anhang 1   
Liste der Begleitdienste für die Tunnel A 10 Tauern und A 10 Katschberg
NAMEVORNAMEANSCHRIFTTEL.NR.
DOLSCHANErnestineA-5580 Tamsweg(+43)(0)6764290090
LÖCKER JohannA-5423 Taugl 17(+43)(0)6642664455
PRODINGERAloisiaA-5580 Tamsweg(+43)(0)6765583396

Anhang 2   
Liste der Begleitdienste für die Tunnel A 12 Landeck und A 12 Roppen
NAMEVORNAMEANSCHRIFTTEL.NR.
GASTLStefanA-6473 Wenns(+43)(0)676/9080964
HAIMHeinzOberengereweg 9, A-6511 Zams(+43)(0)664/2215715
JAKSCHPatrickNiedergallmig 34, A-6521 Fliess(+43)(0)664/8160903
KRANEBITTERAlexanderFiecht 68, A-6414 Mieming(+43)(0)676/6053855
MARTHWernerPerjennerweg 19, A-6500 Landeck(+43)(0)5442/62573
MIKULAWalter HerbertUrichstraße 23, A-6500 Landeck(+43)(0)664/2215715
REGENSBURGERHubert KarlFaggen 40, A-6522 Prutz(+43)(0)676/9356512
REINSTADLERBenediktSchnatz 290, A-6521 Fliess(+43)(0)650/4024249
THURNERMartinHinterspadegg Nr. 4, A-6491 Imsterberg(+43)(0)664/3501212
VAN LEURThomasBichlwang 168, A-6322 Kirchbichl(+43)(0)5332/88696

Anhang 3  
Liste der Begleitdienste für den Tunnel A 14 Pfänder
FIRMAANSCHRIFTTEL.NR.
KÖLLI GerhardNr. 89a, A-6754 Klösterle(+43)(0)5582622, (+43)(0)664/4646522, (+43)(0)664/35552765
MAINETTI OGAm Tannenbach 6, A-6900 Bregenz(+43)(0)650/6510000, (+43)(0)5574/90870
MAYRHOFER Ronald HermannFlurstraße 3, A-6922 Wolfurt(+43)(0)664/5412871
SCHNEIDER Eduard Transport GmbHHarderstraße 25, A-6923 Lauterach(+43)(0)5574/71282, (+43)(0)664/3823600

Externer Gefahrgutbeauftragter überwacht Einhaltung der Vorschriften

Die Sanktionen bei ADR-Verstössen sind hoch. Kleinere Betriebe und auch manche KMU beschäftigen aber oft keinen gesonderten Beauftragten für das Gefahrgut, weil der Aufwand bei wenigen Transporten zu hoch erscheinen kann. Daher bieten wir Ihnen die Möglichkeit, bei uns diesen Experten extern zu buchen. Unser externer Gefahrgutbeauftragter erfüllt vollständig die Auflagen der GGBV Artikel 11, 12 und stellt damit sicher, dass Ihre Ladung vorschriftsgemäss gekennzeichnet ist und alle gesetzlichen Bestimmungen erfüllt werden. Die Schweizer Gefahrgutbeauftragtenverordnung gilt schon seit 2001 und erhält durch die Harmonisierung der ADR Vorschriften nochmals Gewicht. Schweizer Unternehmen sind zur Stellung des Gefahrgutbeauftragten verpflichtet, wenn sie gefährliche Güter verpacken, transportieren oder versenden. Der Gefahrgutbeauftragte ist der kantonalen Vollzugsstelle zu melden. Unsere Experten erfüllen die Pflichten und übernehmen alle Aufgaben in diesem Zusammenhang. Des Weiteren bilden sie sich beständig für den obligatorischen Qualifikationsnachweis weiter. Sie überwachen in Ihrem Unternehmen die getroffenen Massnahmen für den sicheren Gefahrguttransport, fertigen die geforderten Aufzeichnungen an und übergeben sie dem Unternehmer, der sie fünf Jahre lang aufbewahren und auf Verlangen den zuständigen Behörden vorlegen muss.

 

Wir erläutern Ihnen gern die Möglichkeiten unserer Dienstleistung. Sie können hier eine entsprechende Offerte über unser Kontaktformular anfragen. Alternativ erreichen Sie uns:

 

  • per Telefon unter +41-44 586 4998,
  • per Mail unter info@sbtl.ch,
  • oder besuchen Sie uns im Netz unter www.sbtl.ch.

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