Verkehrsleiter: Rahmenbedingungen in der Schweiz

Verkehrsleiter: Rahmenbedingungen der EU
6. Juni 2017
Ausdehnung der Transportlizenzpflicht in der Schweiz
23. Juni 2017
alle anzeigen

Verkehrsleiter: Rahmenbedingungen in der Schweiz

Transportlizenz zu vergeben. Informiere dich noch heute wie du deine Transportlizenz mieten kannst.

Externer Verkehrsleiter und Transportlizenz: Rahmenbedingungen in der Schweiz

Transportlizenz mieten

Im Transportwesen der EU erfüllen Verkehrsleiter anspruchsvolle Anforderungen: Nur diese Personen realisieren für Unternehmen deren Nutzen aus einer Transportlizenz. Hier interessieren Zusammenhänge mit der Schweiz.

Verkehrsleiter ermöglichen gewerblichen Güter- und Personenverkehr nach einer EU-Verordnung (2009). Schon zehn Jahre zuvor vereinbarte die Schweiz mit der damals noch existierenden Europäischen Gemeinschaft (EG) das LVA (Landesverkehrsabkommen). Diese Vereinbarung bestimmt den Transport von Personen und Gütern auf Schienen und Strassen.

Zusätzlich gilt in der Schweiz das Strassentransportunternehmensgesetz (STUG). Dieses Bundesgesetz zur Zulassung von Unternehmen des Strassentransports regelt den Gütertransport auf Strassen. Ergänzungen finden sich in der Strassentransportunternehmensverordnung (STUV) – sie regelt die Zulassung von Unternehmen im Personen- und Güterverkehr.

Verkehrsleiter in der Schweiz und EU

In der Schweiz lohnt sich die gerade die Unternehmensgründung im Kraftverkehr von Gütern zwischen Schweiz und EU sowie innerhalb der EU. Dazu muss die Unternehmung eine EU Transportlizenz nutzen – ebenso wie Lohnunternehmer als Transporteure land- bzw. forstwirtschaftlicher Bedarfsgüter und Produkte.

Die profitable EU-Lizenznutzung erfordert einen Verkehrsleiter als Halter einer Transportlizenz: Er leitet alle Verkehrstätigkeiten der Unternehmung langfristig. Derzeit wirkt sich dies besonders lukrativ für gut verhandelnde Verkehrsleiter aus: Noch ist der Markt nicht mit Leitern gesättigt.

Interner und externer Verkehrsleiter in der Schweiz

Wirkt ein Verkehrsleiter in einem gewissen Zeitraum für nur ein einziges Transportunternehmen, gilt er als intern. Dieser Angestellte, Inhaber oder Beteiligte darf dann seine Verkehrsleitung nicht extern anbieten bzw. ausüben.

Ein externer Leiter dagegen wirkt eigenständig für zumindest eine Unternehmung. Maximal darf er vier Unternehmen und insgesamt höchstens 50 Transportfahrzeuge leiten. Damit kann gerade die externe Verkehrsleitung finanziell besonders interessant für einen Schweizer Halter einer Transportlizenz werden: Er kann ja seine Dienste als externer Verkehrsleiter sowohl Schweizerischen wie auch EU-Unternehmen gleichzeitig anbieten. Im Extremfall bedient er dann gleichzeitig vier Unternehmen, etwa ein Schweizer und drei EU-Unternehmen.

Transportlizenz für Verkehrsunternehmen in der Schweiz

Eine Lizenzierung zum Verkehrsleiter obliegt der Sektion für Güterverkehr des Bundesamts für Verkehr (BAV) in Bern. Das BAV reglementiert Verantwortlichkeiten sowie Aufgabenstellungen externer Leiter in einem Rahmenwerk. Details veröffentlicht das BAV gedruckt und online in mehreren Dokumenten. Damit regelt sich der Strassentransport zwischen Europäischer Union und EFTA.

Die EFTA (European Free Trade Association – Europäische Freihandelsassoziation) entstand Anfang 1960 zur Förderung des Wohlstands ihrer zehn Mitglieder, von denen ihr vier verbleiben: die Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island. Speziell der intensive Handel aus enger wirtschaftlicher Kooperation mit anderen Ländern in Westeuropa interessiert die EFTA. Allgemein wirkte sie im Gegensatz zur damaligen Europäischen Gemeinschaft als reine Freihandelszone ihrer Mitglieder – eine gemeinsame Politik war kein Thema.

Ohne die Schweiz bilden die drei anderen EFTA-Länder mit den EU-Staaten den EWR (Europäischer Wirtschaftsraum). Die Schweiz hingegen legt ihre Handels- und ggf. sonstigen Verhältnisse mit der EU durch jeweils bilaterale Abkommen fest, etwa das erwähnte LVA. So ermöglicht sich einem Verkehrsleiter beispielsweise die Organisation eines Transports von der Schweiz (EFTA) nach Norwegen (EFTA) im Transit durch EU-Länder.

Das BAV regelt weiter die Bewilligung und Bescheinigung von gelegentlichen Personentransporten auf Strassen zwischen EU und EFTA. Damit vermeidet ein Verkehrsleiter für ein Schweizer Unternehmen organisatorischen Aufwand bei Transporten zu oder aus einem ausländischen EFTA-Land: Er muss nicht mit dortigen Behörden kommunizieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.