Straßentransportfachperson trotz Handicap – Teil 2

Wir unterstützen Sie
Der Business-Plan für Transportunternehmen
2. März 2020
Platziere deine Produkte kostenlos
Marktplatz für Schweizer KMU Produkte
20. März 2020
alle anzeigen

Straßentransportfachperson trotz Handicap – Teil 2

Fahren mit Handicap

Fahrausbildung für Menschen mit Handicap

Im vorherigen Teil haben wir uns die Definitionen verschiedener körperlicher Einschränkungen angeschaut und wie die ersten Schritte zur mobilen Unabhängigkeit sind. Dabei wurde bereits die Möglichkeit der Anpassung, beziehungsweise des Umbaus eines Fahrzeuges erwähnt. Ebenso ist die technische Entwicklung bei den Fahrschulen in den letzten Jahren weit vorangeschritten. Hierdurch kann die Ausbildung wesentlich effizienter und zielgerichteter durchgeführt werden. Welche nunmehr im Einzelnen zur Verfügung stehen, werden wir uns in diesem Beitrag ansehen.

Die richtige Fahrschule finden

Neben der Vorbereitung der Unterlagen und Beantragung des Führerausweises ist auch die Wahl der richtigen Fahrschule grundlegend für den Erfolg einen eigenen Führerausweis zu bekommen. Nicht jede Fahrschule hat sich auf die Ausbildung von Personen mit einem Handicap spezialisiert. Das hat einen einfachen Grund. Die Ausbildung erfordert aufgrund diverser Veränderungen am Fahrzeug auch eine entsprechende Weiterbildung und Erfahrung durch den Fahrlehrer. Außerdem sind die Anschaffungen der Fahrzeuge für jedwede zusätzliche Einrichtungen kostspieliger. Nichts desto trotz haben sich einige Fahrschule auf die Ausbildung auf solchen Fahrschulwagen spezialisiert und bieten einen hervorragenden Service an.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass die zwischenmenschliche Beziehung bei Schüler und Lehrern stimmt. Schließlich soll die Fahrstunde Spaß machen und der Schüler soll das größtmögliche Potenzial beim Fahren entwickeln.

Die Technik macht es möglich

Mittlerweile können durch technische Einrichtungen und Umbauten am Fahrzeug diverse körperliche Einschränkungen wettgemacht werden. Hierzu zählen unter anderem eine Einstiegs- oder Verladehilfe. Dadurch ist es beispielsweise möglich, dass Rollstuhlfahrer direkt an das Lenkrad fahren können, ohne sich umsetzen zu müssen. Bei der Bedienung des Fahrzeuges gibt es ebenso viele Veränderungen, die ein Fahren unterstützen können. Der Einbau einer Handbedienung, Lenkhilfe oder eines sogenannten Multikommanders sind denkbar. Das Letztgenannte ist eine Fernbedienung am Lenkrad mit allen wichtigen elektrischen Funktionen, wie unter anderem Licht, Scheibenwischer, Blinker oder Hupe. Die Einrichtungen können die Einschränkung der Arme und Beine ausgleichen. Im anderen Fall können angepasste Pedale das Bedienen erleichtern.

Innovative Unterstützungen bei der Fahrausbildung

Seit kurzer Zeit findet in immer mehr Fahrschulen eine Technologie Einhalt, die eine Fahrausbildung effektiv nach vorne bringt, der Fahrsimulator. Was viele erst für ein Art Spielzeug gehalten haben, ist mittlerweile eine nicht zu unterschätzende Erweiterung in einer Fahrschule. Die Fahrsimulatoren sind auf dem neuesten Stand der Technik. Der Fahrschüler kann so die ersten praktischen Stunden unter realen Umständen trainieren. Der Vorteil daran ist, dass das Gerät alle erdenklichen Situationen simulieren kann. Der Fahrschüler steht aber unter keinem Stress durch Anwesenheit anderer Verkehrsteilnehmer und Fehler führen zu keinen gefährlichen Situationen.

Darüber hinaus kann sich der Schüler erst einmal mit den grundlegenden Bedienelementen vertraut machen. Welche ist die richtige Einstellung des Sitzes, welche Hebel und Schalter gibt es und wie fahre ich richtig an. Die Koordination von Füßen, Händen und dem Kopf kann in Ruhe trainiert werden. Wenn es dann das erste Mal mit dem Fahrschulauto auf die Straße geht, sind diese Bewegungen schon verinnerlicht und man kann sich auf andere Dinge konzentrieren.

Ein weiter Vorteil sind die möglichen Gefahrensituationen, die geprobt werden können. Beispielsweise ist es bei einer Fahrausbildung im Sommer sehr schwierig die Situation beim Fahren im Schnee und glatten Straßen zu trainieren. Am besten dann auch noch auf unübersichtlichen Straßen oder an Steigungen. All das ist mit einem Fahrsimulator durchaus möglich.

Ebenso werden etwaige weitere Fahrmanöver mit einem Lastwagen an einem Fahrsimulator angeboten. Das rückwärtige Fahren um eine Kurve oder gar auf einem engen Betriebsgelände, zwischen zwei anderen Lastwagen, passend an die Abladekante. Selbst erfahrene Kraftfahrer können bei diesen Situationen ins Schwitzen kommen. Da ist es von überaus großem Vorteil, wenn die Situation bereits trainiert wurde und der Fahrer dann weiß, auf welche Dinge geachtet werden müssen.

Die Fahrsimulatoren gibt es für die verschiedenen Motorfahrzeugarten, Personenwagen, Lastwagen oder auch für Motorräder. Darüber hinaus ist diese technische Erneuerung nicht nur bei Personen mit einem Handicap von Vorteil, sondern auch bei jedem anderen Fahrschüler.

Das Fahren auf einem Übungsgelände

Neben der Möglichkeit die Ausbildung an einem Fahrsimulator zu beginnen und zu vertiefen, wird auch teilweise die Variante des Fahrens auf einem Übungsplatz angeboten. Insbesondere von Personen mit einem körperlichen Handicap wird dieses Angebot sehr gerne angenommen. Schließlich ist man schon aufgeregt, dass es nun doch soweit ist, selbst mobil und damit ein Stück unabhängig zu werden. Zum anderen kommen weitere

Herausforderungen aufgrund möglicher Umbauten am Fahrzeug hinzu. Auf dem abgesperrten Gelände kann sich der Schüler in Ruhe mit den einzelnen Faktoren auseinandersetzen.

Durch die richtige Technik zum gewünschten Erfolg

Die immer ausgereiftere Technik und Steuerelemente machen es mittlerweile

möglich, dass auch Personen mit einem Handicap den Beruf der Straßentransportfachperson erlernen und ausüben können. Diese Entwicklung haben auch bereits führende Transportunternehmen wahrgenommen und fangen an, entsprechend umgebaute Lastwagen in ihrem Fuhrpark einzusetzen. Auch wenn es sich hierbei um einen erhöhten Kostenfaktor handelt, ist die Motivation des betroffenen Personenkreises nicht zu unterschätzen. Ebenso sind die etwaigen Weiterbildungen nach der CZV zum Erwerb des Fähigkeitsausweises durchführbar. Gerne helfen wir Ihnen bei der Planung Ihres Fuhrparks und der anschließenden Weiterbildungen des Personals. Auch als Straßentransportfachperson sind wir für Sie da und unterstützen Sie mit diversen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Sprechen Sie uns hierzu jederzeit an.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.